Ganz nah am Herzschlag Gottes

2. April 2017

Quelle: www.coaching-beratung.net

„Das einzige, das ich heute sicher weiß, ist, dass ich geliebt bin. Endlich bin ich frei von jedem: ,Ich bin nicht gut genug.‘ “  Mit diesen schlichten Worten beginnt Roswitha Herz-Gashi ihren Vortrag zum Titel: „Der stumme Schrei meiner Seele“ im gut besuchten Vortragssaal des Kolpinghauses am 31.03.2017. Knapp zwei Stunden lang lässt die erfolgreiche Beraterin für Existenzgründer ihre gebannten Zuhörer tiefe Einblicke in ihr schicksalsgebeuteltes Leben nehmen. Mehr noch als Anteilnahme an den Tiefen ihres Lebenswegs bewegt jedoch der Frieden und das ruhige Glück, das Roswitha Herz-Gashi heute ausstrahlt. Der lebendige Gott hat den stummen Schrei ihrer gequälten Seele erhört, ihr Herz ergriffen und ihr Leben behutsam und liebevoll umgekrempelt.

Heute kann die Frau, die bereits als kleines Mädchen mehrfach von verschiedenen Männern sexuell missbraucht wurde, die als einziges Mädchen neben sechs Brüdern auf dem elterlichen Bauernhof unterzugehen drohte, sagen: Ich bin von Gott wirklich vollständig geheilt worden.  Doch ihre frühen Jahre sind geprägt von Schrecken: das elterliche Anwesen brennt innerhalb von 13 Jahren dreimal ab! Die völlig überlasteten Eltern können dem Mädchen kaum Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken. Anerkennung gibt es für Roswitha nur durch Leistung. So versteht sie: du musst hart arbeiten. In ihrem Innern verfestigt sich der Satz: „Für dich gibt es nichts Schönes!“ Gespräche? Fehlanzeige! Auch über den Missbrauch muss sie schweigen. Niemand will hören. Das dunkle Geheimnis umhüllt das misstrauisch gewordene Mädchen bis in die Teenagerjahre.

Als dann der geliebte Freund sich aufgrund eines Missverständnisses das Leben nimmt, bricht ihre Welt vollkommen zusammen. Seine Eltern lehnten sie ab, doch nach dem Tod des Sohnes wird daraus offener Hass. Roswitha schleppt sich Tag für Tag ohne Freude, depressiv, aber mit starkem Leistungswillen durch ihr arbeitsreiches Leben. Und doch formuliert sich tief in ihrem Herzen der stumme Schrei: „Gott! Gibt es dich?“ Eine erste Antwort kommt mit dem Lesen des Buches ,Jesus unser Schicksal‘ , weitere Klarheit über die Wahrheit entsteht nach und nach durch Begegnungen mit verschiedenen Menschen. Roswitha erkennt, dass Menschen nicht den Trost spenden können, der das trauernde Herz aufrichtet. Das kann nur der, der von sich sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ Diesem vertraut sie nun ihr Leben an, beginnt das Wort Gottes zu lesen, schließt sich einer lebendigen Gemeinde an und führt ein bewegtes, erfülltes Leben. Und doch ist sie noch nicht ganz frei vom eigenen Leistungsanspruch. Dann ist es aber auch dieser Jesus, der  Roswitha nach einem Burnout 2010 nochmals vollkommen umgestaltet. Geborgen in ihm hat sie sich erlaubt, sich selbst und ihre Wunden zu spüren. Sie hat Gott erlaubt, diese Wunden zu berühren und  zu heilen. Heute ist sie eine lebensfrohe Frau, die auch wieder voll im Beruf steht.

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