Archive Monthly Archives: Mai 2017

Ausweg oder Weg ins Aus?

Bildquelle: www.hs-aalen.de

Drückende Hitze über der Stadt – zahlreiche erwartungsvolle Zuhörer im Kolpingsaal, die gespannt
den Worten von Prof. Horst Nespeta (Wirtschaftswissenschaft) lauschen. „Tun wir die richtigen Dinge? Tun wir die Dinge richtig?“, sind die die zwei zentralen Fragen, die der humorvolle Wissenschaftslehrer und Unternehmenspraktiker kundig beantwortet. Hinter diesen Fragen verstecken sich die Begriffe der Effektivität (Verfolge ich die richtigen Ziele?) und der Effizienz (Tue
ich das Richtige, um diese Ziele zu erreichen?) Horst Nespeta erklärt mit griffigen Schaubildern in knappen Worten Wege zum Erreichen zentraler unternehmerischer Ziele, wie z.B. der Gewinnmaximierung oder der Umsatzsteigerung. Persönlich stellte er sich der Herausforderung, als er sich entschließt, Geschäftsführer eines maroden Unternehmens im Allgäu mit 180 Beschäftigten zu werden. Sein Ziel: diese Firma nachhaltig finanziell auf feste Füße zu stellen, die Arbeitsplätze zu
sichern. Er erreicht sein Vorhaben, und schmeißt – auf dem Gipfel angelangt – alles hin. Frust? Nein! Horst Nespeta erkennt, dass er seine Karriereleiter, bildlich gesprochen, an die ,falsche Wand‘ gelehnt hatte. Nicht alles, was man, zählen kann, zählt im Leben. Ihm wird klar, dass es wenig Sinn macht, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein. Er ist, ausgelöst durch den zu frühen Krebstod einer Bekannten, an der T-Kreuzung seines Lebens angelangt. Unerbittlich stellt sich dem erfolgreichen Akademiker die Sinnfrage. An Gott kommt er nun nicht mehr vorbei. Er erkennt, dass er in einem ,Loch‘ sitzt, aus dem er sich nicht selbst erretten kann. Nun muss er auf die Einladung des rettenden Gottes, des Menschensohns, reagieren. Er kann die Einladung annehmen und wird erkennen: Gott ist dein Vater. Es steht ihm aber, wie allen Menschen, auch frei abzulehnen. Nur wird er dann, wie alle Menschen, eines Tages aufgrund der göttlichen Vorladung vor dem Richter Gott
stehen. Prof. Horst Nespeta wählt. Er sagt Ja zu Jesus, wendet sich von seinem bisherigen Zielen ab, bereinigt sein Leben vor Gott und findet neuen Frieden, denn er erfährt, dass die Botschaft von der großartigen Liebestat des Heilands Jesus Christus seine Chance ist, denn sie ist die , gute Nachricht für schlechte Leute‘. Er ruft alle, die diese Wahl noch nicht getroffen haben, dringlich auf, nicht länger auf dem Weg ins Aus zu gehen, sondern den Weg Jesu Christi zu gehen.

Ulrike Lampart

Der Vortrag in ganzer Länge ist auf Cd erhältlich.

Gott wohnt nicht nur im Himmel…

Immobilien-Beraterin Renate Birner aus Amberg klärt im Augsburger Kolpinghaus darüber auf,
dass Gott nicht nur im Himmel wohnt. Den gespannten Zuhörern erläutert sie aber auch, dass der
Teufel nicht nur in der Hölle haust.
Spätestens als sie sich von einer Sekunde zur anderen endgültig entschließt, mitsamt der damals 7-jährigen Tochter aus einer zur Hölle gewordenen Ehe zu flüchten, weil sie um Leib und Leben fürchtet, ist sie dort angekommen, wo sie niemals hinwollte: ganz unten. Sicherheitsdenken und Streben nach finanziellem Auskommen prägten Renate Birner bereits vom Elternhaus her. Als Kind einer Flüchtlingsfamilie wird sie mit 12 Jahren durch den Tod des Vaters zur Halbwaise. Die Mutter muss sie und die 18-jährige Schwester nun allein durchbringen. So ergreift Renate Birner die sichere Laufbahn einer Verwaltungsangestellten im öffentlichen Dienst und heiratet mit 25 einen Mann, der als Zivilist beim „Bund“ arbeitet. Zu diesem Arbeitsplatz gehört auch die Bewirtung einer Kantine, welche Renate erst nebenberuflich, dann, nach der Geburt der Tochter, im Vollerwerb als Selbständige übernimmt. Die kleine Familie kann sich durch die beiden sicheren Einkommen einiges leisten. Mehrere Fahrzeuge werden angeschafft, man hat ein kleines Boot, auch ein Eigenheim wird gekauft. Aber die Ehe gestaltet sich derart schwierig, dass Renate Birner auch heute nicht an die Wunden von damals rühren möchte.
Der einfühlsame Zuhörer kann erahnen, welche Hölle die zierliche Frau vor 25 Jahren durchlebt haben mag, als sie nur noch die Hand der Tochter greift, sich einen Autoschlüssel schnappt und vor dem Ehemann flieht, der sie von nun an psychisch und physisch verfolgen wird. In diesem Moment – wie schon seit ihren Kindertagen – betet Renate Birner zu Gott. Fleht zu ihm! Und Gott hilft. Sie entkommt, findet zunächst Unterkunft in einem Frauenhaus, dann kann sie in einer Pension unterschlüpfen. Ohne Geld, ohne Papiere, ohne Kleidung: ohne Perspektive!
Heute betont die gläubige Frau, dass Gott ihr auch diesen tiefsten Stunden ganz nahe war, doch fehlte ihr die Erkenntnis. Jesus kannte sie nicht. Sie wandte sich immer direkt an Gott: „Lieber gleich direkt zum Chef!“, war ihre Devise. Als sich eines Nachts ihr Schlafzimmer für einige Sekunden in reine Wärme und reines Gold verwandelt, erlebt sie Göttliches. Wieder schöpft sie Mut, Zuversicht und lebt in Dankbarkeit. Doch erst als sie 2002 in einer „Weinberg“-Gemeinde (Vinyard) bewusst auf die zentrale Bedeutung von Jesus Christus für den Weg zum Vater (Joh. 14, 6) aufmerksam gemacht wird, lernt sie Gottes Sohn wirklich kennen. Sie übergibt ihr Leben Jesus Christus und tut den Glaubensschritt, sich als Erwachsene taufen zu lassen.
Ein aktiver, erfüllter Weg mit Jesus, der nun in ihr Wohnung genommen hat, beginnt. Der mutigen Frau ist es mit seiner tätigen Hilfe gelungen, sich seit Jahrzehnten auf dem schwierigen Berufsfeld der selbstständigen Immobilien-Beraterin zu etablieren. Sie zog die Tochter allein und gegen den Widerstand des erst vor einiger Zeit verstorbenen Ehemanns auf, und sie konnte sogar die eigene Immobilie retten. Heute sagt sie: „Stellen Sie Gott an die erste Stelle und ER wird sich zu Ihnen stellen.“